Über die Studie

Die Jugendstiftung Baden-Württemberg wurde vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg beauftragt, die Studie „Jugend im Ländlichen Raum“ umzusetzen.

Die Entwicklung der Ländlichen Räume hängt maßgeblich von den dort lebenden jungen Menschen ab: Kommen sie nach Ausbildung oder Studium zurück oder müssen sie sogar gar nicht wegziehen? Wie zufrieden sind sie mit dem Angebot an Wohnraum, erreichbaren Arbeitsplätzen der Mobilität und den Freizeitangeboten? Diese Fragen will die „Jugendstudie Ländlicher Raum“ beantworten. Sie lässt junge Menschen auf dem Land und aus Metropolregionen zu Wort kommen und fragt nach ihren Bedürfnissen, Wünschen und Zukunftsvorstellungen. Dafür kommt ein breites Spektrum an Methoden zum Einsatz:

  • Fünf Gruppengespräche mit jungen Menschen und Minister Hauk

  • Werkstattgespräch mit Verbänden der Jugendarbeit

  • Neuauswertung der Datenbasis der ,,Jugendstudie Baden-Württemberg 2020"

  • Quantitative Umfrage unter jungen Menschen auf dem Land und in der Metropolregionen

Zunächst werden fünf Gruppeninterviews geführt, in denen junge Erwachsene miteinander unter anderem über Mobilfunk, Taktung der öffentlichen Verkehrsmittel, Kulturangebote und Möglichkeiten zur politischen Beteiligung sprechen. In den Fokusgruppen diskutierten die 23 jungen Menschen in Schule, Ausbildung, Studium und Berufseinstieg verschiedene Themen und zeigten viel Kreativität, aber auch Realitätssinn bei Lösungsansätzen.

Die Vorexpertise der Gruppendiskussionen wurden durch Udo Wenzl, Experte im Feld der Kinder- und Jugendbeteiligung, in Zusammenarbeit mit der Jugendstiftung Baden-Württemberg durchgeführt.

Minister Hauk im Gespräch mit jungen Menschen

Beim fünften Gruppengespräch nahm der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, teil. Er tauschte sich mit den Jugendlichen unter anderem über die Entscheidung „bleiben, abwandern oder zurückkommen“ aus. 

Der nächste Baustein der Studie ist ein Werkstattgespräch mit Verbänden der Jugendarbeit. Die Expertinnen und Experten sollen in die Erhebung eingebunden werden und ihre Einschätzungen einfließen lassen können. Dabei wurde deutlich, dass es wichtig ist, den Mehrwert der Studie für die Jugendlichen selbst in den Fokus zu stellen.

Zusätzlich zu den qualitativen Methoden kommen auch quantitative Erhebungen zum Einsatz: So wird einerseits die Jugendstudie Baden-Württemberg 2020, welche mit 2.311 Befragten für Baden-Württemberg repräsentativ ist, neu ausgewertet. Außerdem wurde eine neue Erhebung unter Jugendlichen im Ländlichen Raum und in Metropolregionen durchgeführt.